Das Mitarbeiterportrait Nathalie Andric
Das Mitarbeiterportrait
In dieser Rubrik beantwortet ein Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin Fragen über sich und seinen bzw. Ihren Job bei NetzwerkReklame. Heute Nathalie Andric, seit 2023 Online-Mediaplanerin & Kampagnenmanagerin.

Welche Werbung hat dich als Kind so beeindruckt, dass du sie heute noch im Kopf hast — und warum?
Die Mini Winis von Meica, mit dem Spruch „Meica macht das Würstchen“. Meine Urgroßmutter hieß fast genauso, nur anders geschrieben. Für mich als Kind war damit klar: Die Familie hat ein zweites Standbein im Wurstgeschäft, das mir bisher verschwiegen wurde.
Wann hast du zuletzt etwas ausprobiert, von dem du nicht wusstest, ob es funktioniert — beruflich oder privat?
Letztes Jahr habe ich angefangen, unsere eigenen Analyseprozesse in KI-Werkzeuge zu übersetzen. Zielgruppenanalysen, Werbemittelprüfungen, Rechercheformate, alles mögliche. Ob dabei etwas herauskommt, das im Kundengeschäft wirklich trägt, wusste ich im Einzelfall natürlich nicht. Einiges davon nutzen wir heute täglich, anderes habe ich wieder gelöscht, aber bei jedem Versuch gewinnt man an Erfahrung.
Gibt es eine Kampagne, die du sachlich schlecht findest — aber heimlich bewunderst, weil sie trotzdem funktioniert hat?
„Geiz ist geil“. Aus Markensicht war das eine Einbahnstraße: Wer sich über den Preis definiert, kann später über nichts anderes mehr sprechen und erzieht seine Kunden darauf, nur noch beim Rabatt zuzuschlagen. Die Nachwirkungen hat die Branche jahrelang gespürt. Und trotzdem: Ein Claim, den zwanzig Jahre später noch jeder aufsagen kann, ohne dass man die Marke nennen muss, ist wirklich stark. Meine Lehre daraus ist keine über Kreation, sondern über Konsequenz. Die Kampagne war über alle Kanäle hinweg identisch und wurde durchgehalten, statt alle sechs Monate neu erfunden zu werden.
Welche Frage stellt dir ein Kunde, die dich am meisten zum Nachdenken bringt?
„Wie können wir mit maximalem ROAS die Awareness unserer Marke pushen?“
Bekanntheit aufzubauen heißt, Menschen zu erreichen, die die Marke heute noch nicht kennen, und die kaufen morgen in aller Regel nicht. Der Werbeumsatz pro eingesetztem Euro, also der ROAS, misst aber genau das: den kurzfristigen Abverkauf. Beide Ziele in einer Kampagne zu vereinen ist nicht immer leicht 🙂
Wofür möchtest du in zehn Jahren bekannt sein?
Dafür, dass man bei mir immer genau weiß, woran man ist. Und ich möchte komplizierte Dinge so erklären können, dass auch komplexe Sachverhalte auf Anhieb verstanden werden, das ist ohnehin das, wofür wir als Agentur antreten.





