Werbung zur Fußball-WM 2026
Fußball-WM 2026: Welche Werbekanäle jetzt noch funktionieren – und wo Sie sich das Geld sparen können
1. Weltmeisterschaft zum zweiten Mal in den USA – aber unter anderen Vorzeichen?
Die Fußball-WM kehrt erstmals seit 1994 nach Nordamerika zurück: 48 Teams, 104 Spiele, 16 Standorte in den USA, Kanada und Mexiko vom 11. Juni bis 19. Juli 2026. Für Werbetreibende bedeutet das sechs Wochen Ausnahmezustand – mit einem breiteren Spektrum an Buchungsmöglichkeiten, als auf den ersten Blick sichtbar ist.
2. Wann laufen die Spiele der Fußball-WM? Die neue Primetime
Die häufigsten Anstoßzeiten sind 21 Uhr, Mitternacht und 3 Uhr morgens. Selbst die deutschen Gruppenspiele gegen Curaçao (14. Juni, 19 Uhr), Elfenbeinküste (20. Juni, 22 Uhr) und Ecuador (25. Juni, 22 Uhr) liegen noch in vertretbaren Fenstern – viele der 104 Partien aber nicht. Wer nicht live schaut, informiert sich am nächsten Morgen: unterwegs, beim Frühstück, in der Pause. Sportportale, News-Apps und Audio-Streaming erleben dann Nutzungsspitzen – sechs Wochen lang.
3. Wie groß ist das WM-Interesse?
Bei der Heim-EM 2024 schalteten bis zu 26,45 Millionen Zuschauer ein, beim WM-Finale 2014 sogar 34,57 Millionen. Selbst beim umstrittenen Katar-Turnier 2022 verfolgten noch 17,43 Millionen das letzte deutsche Gruppenspiel – trotz Boykottaufrufen. Fußball mit der Nationalmannschaft ist das reichweitenstärkste Fernsehereignis in Deutschland.
Google Trends zeigt allerdings ein differenziertes Bild: Das Suchinteresse zur WM 2022 in Katar brach gegenüber früheren Turnieren deutlich ein – Boykottaufrufe, Winteraustragung und das frühe DFB-Aus wirkten zusammen. Für 2026 dürfte das Interesse über Katar 2022, aber unter der Heim-EM 2024 liegen – mit klarem Anstieg, sobald Deutschland gewinnt.
4. Wer interessiert sich nicht für die Fußball-WM?
Laut einer Forsa-Umfrage planen rund 41 Prozent der Deutschen nicht, WM-Spiele zu schauen. Für Marken ohne Fußball-affine Zielgruppe kann es sinnvoller sein, die WM-Wochen für andere Kanäle zu nutzen: Während die Konkurrenz WM-Inventare aufkauft, sind dort Preise und Belegungsdichte günstiger. Auch politische Vorbehalte gegenüber den USA spielen für einen Teil der Bevölkerung eine Rolle.
5. TV-Werbung zur WM – für wen ist sie geeignet?
ARD und ZDF übertragen 60 Partien, MagentaTV alle 104 Spiele – davon 44 exklusiv. Wichtig: ARD und ZDF dürfen laut Rundfunkstaatsvertrag nur bis 20 Uhr Werbung schalten. Bei Nachtspielen entfällt das klassische Werbefenster komplett. Die neu eingeführten Trinkpausen in der 22. und 67. Spielminute schaffen Ausnahmen: dort ist Werbung auch während des Spiels möglich. Preise: ab 1.200 Euro pro Sekunde bei Spielen ohne deutsche Beteiligung, bis zu 17.825 Euro bei Deutschland-Spielen.
Realistisch betrachtet dürften die besten TV-Positionen bei Deutschland-Spielen bereits an offizielle WM-Sponsoren und große Marken vergeben sein. Wer jetzt einsteigen möchte, muss mit Restplatzkontingenten rechnen oder auf digitale Alternativen ausweichen.
6. Digitale Bewegtbild-Alternativen: Welche Rolle spielt Streaming während der WM?
MagentaTV öffnet sein Werbeinventar zur WM 2026 erstmals für programmatische Buchungen – technisch umgesetzt mit dem Adtech-Partner Equativ. Das Flex-Abo für 11 Euro monatlich senkt die Einstiegshürde für Zuschauer, Experten erwarten einen deutlichen Abonnenten-Zuwachs zur WM. Mehr Zuschauer bedeuten mehr buchbares Inventar. Ergänzend baut MagentaTV bis zum Turnier ein Portfolio von bis zu 40 werbefinanzierten FAST-Channels auf. Was die Werbemöglichkeiten bei MagentaTV konkret umfassen, ist bemerkenswert vielfältig. Neben dem klassischen Spot in Vorlauf, Halbzeitpause und Nachlauf – bei allen 104 Einzelspielen und Konferenzen, Länge max. 30 Sekunden – gibt es drei exklusive Premiumpositionen: Der sogenannte „Golden Break“ direkt nach den Nationalhymnen, unmittelbar vor dem Anpfiff der ersten Halbzeit, ist auf maximal zwei Partner begrenzt und bietet damit eine Markenpräsenz in einem der emotional aufgeladensten TV-Momente überhaupt. Dasselbe Prinzip gilt direkt vor Beginn der zweiten Halbzeit. Besonders exklusiv: Ein weiterer Golden Break direkt nach dem Abpfiff – für nur einen einzigen Partner. Hinzu kommen die Hydration Breaks, also die Trinkpausen in der 22. und 67. Spielminute. Hier kann Werbung erstmals mitten im laufenden Spiel ausgespielt werden – bis zu vier Partner pro Pause, Gesamtdauer max. 90 Sekunden. Eine strukturelle Neuerung im deutschen Sportfernsehen, die es in dieser Form bislang nicht gab.
Sportportale wie Transfermarkt und Sport1 bieten WM-Pakete zu TKP-Preisen (Tausend-Kontakt-Preis) zwischen 5,50 und 6,50 Euro, Kicker.de und Sportbild digital ähnlich. Programmatic Video liegt bei rund 12 Euro TKP, CTV auf Plattformen wie Samsung Ads oder LG Ads bei 25 bis 45 Euro TKP – mit hoher Aufmerksamkeit und wenig Streuverlust. YouTube bietet mit Pre-Roll-Anzeigen vor Highlight-Videos und Bumper Ads Formate, die sich auch für mittelständische Etats rechnen – zielgenau auf WM-affine Zielgruppen, ohne Premium-Live-Umfeld.
7. Was sind die unterschätzten Kanäle? DOOH und Audio
Digitale Außenwerbung (DOOH) bietet zur WM besondere Chancen: Public Viewing findet unter gelockerten Regeln statt, die Bundesregierung hat Lärmschutzauflagen nach 22 Uhr ausgeweitet. Programmatische DOOH-Kampagnen entlang von Public-Viewing-Wegen erreichen emotional aufgeladene Zielgruppen in einem weniger überlaufenen Umfeld als TV. LED-Trucks vor Fanmeilen oder Promoter mit Werbe-Rucksäcken ergänzen das Portfolio mit hohem Aufmerksamkeitswert bei überschaubaren Kosten.
Audio-Dienste wie Spotify oder Amazon Music haben ihre Nutzungsspitzen morgens nach Nachtspielen – genau dann, wenn viele Fans die Ergebnisse aufholen. Sportpodcasts verzeichnen in WM-Phasen überdurchschnittliche Abrufzahlen und sind werblich noch günstig zu belegen. Native Advertising auf Portalen wie Stern.de, Focus Online oder t-online.de – redaktionell anmutende Formate mit WM-Bezug – rundet das Bild ab.
8. Wie informieren sich Fans über die WM-Highlights der Nacht?
Wer die Nachtspiele nicht live schaut, greift morgens auf Sportportale wie Goal.com, Transfermarkt oder die Sportseiten von Bild.de, Spiegel.de und t-online.de zurück – mit messbar erhöhten Nutzerzahlen in den Frühstunden. ARD und ZDF-Mediatheken liefern Highlight-Clips, MagentaTV plant mit dem „Breakfast Club“ ab 7 Uhr ein frei empfangbares Morgenformat. YouTube bildet hier einen Hotspot: Zusammenfassungen und Reaktionsvideos erreichen Millionen Aufrufe und bieten attraktive Werbeumfelder. Wer hingegen nachts live schaut, ist typischerweise ein echter Fan – mit intensiver Second-Screen-Nutzung für Ticker, Statistiken und Social Media.
9. Für welche Branchen lohnt sich ein Einstieg?
Klassische Gewinner sind Getränkemarken, Snacks, Sportartikel, Elektronikhändler, Wettanbieter und Lieferdienste – letztere besonders bei Nachtspielen. Profitieren können grundsätzlich alle Marken mit junger, männlicher, sportaffiner Zielgruppe. Wer keine natürliche Fußball-Affinität hat, findet in den WM-Wochen anderswo günstigere Einstiegspreise – weil die Konkurrenz das WM-Umfeld besetzt.
10. Fazit
Die WM 2026 bietet mehr Möglichkeiten als auf den ersten Blick sichtbar: programmatisch buchbares CTV bei MagentaTV, YouTube-Kampagnen im Highlight-Umfeld, DOOH entlang von Fanmeilen, Audio in den Morgenstunden. Wer die teuren TV-Prime-Positionen bei Deutschland-Spielen anstrebt, braucht ein großes Budget – und sollte bereits gebucht haben. Wer klug plant, findet attraktive Alternativen, die weniger überlaufen und öfter unterschätzt sind.
Und natürlich drücken wir vom Team NetzwerkReklame der deutschen Nationalmannschaft fest die Daumen – auf ein Turnier, das in guter Erinnerung bleibt.
Wenn Sie wissen möchten, welche dieser Optionen für Ihre Kampagne konkret in Frage kommt, sprechen wir gern darüber.





